Sabine Bokelberg, Wonderful
![]() wonderful, 2008, 150 x 270, acryl, buntstift auf papier |
Sabine Bokelbergs Arbeit "Wonderful" überrascht. Als erstes fallen einem natürlich die spielenden Bambis auf, prominent platziert und mit Liebe zum Detail gemalt. Aber dann wandert der Blick über die linke Hälfte des Bildes und der Sog beginnt. Ein verblassenes Gesicht, ein fragil geschriebenes "Hallo", das in seiner Form an Schulbankritzereien erinnert und ein Quader mit kreisrunden Löchern. Und schon läuft die Assoziationsmaschine, deren Knöpfe Sabine Bokelberg so gut zu drücken weiss. Kommt das "Hallo" von der Frau? Ist sie ein Geist? Will das Bild mit uns kommunizieren? Und warum heisst es dann "Wonderful", wenn ein Gespenst alles andere als das ist (zumindest für die Meisten)? Ist die vermeintliche Harmonie nur ein Trick, um uns tiefer in die Scheisse zu reiten? Die Chancen stehen schlecht, einfach daran vorbeizugehen: Die Interpretationsmöglichkeiten scheinen endlos und vermutlich ist es auch genau das, was die Künstlerin mit dem Bild bezwecken will. Denn ist es nicht "Wonderful", das jeder etwas anderes in der Arbeit sehen kann? Text::Nilzenburger, 2009||gepflegte Konversation für den Weltfrieden ||www.qlod.org/weltfrieden http://sabine-bokelberg.blogspot.com/ |

